|
|||||||||||||||||||
| Pressespiegel > mono subjects | |||||||||||||||||||
|
PRESSESTIMMEN "MONO SUBJECTS""Thomas Lehmen spielt gern und spielt gern vor. In den letzten Jahren führte sein Weg in der Tanzlandschaft zu recht steil nach oben: Das letzte Solo "distanzlos" gehörte zu den international erfolgreichsten Stücken der freien deutschen Szene. In diesem Jahr arbeitet Lehmen als artist- in - residence im Berliner Podewil, einer freien Aufführungsstätte und "mono subject" ist das erste in diesem Rahmen zu Ende gebrachte Stück. Doch halt, nein, - haben wir den gar nichts begriffen? Das Ende selbst taugt gerade mal als Witz, der den Blick aufs Kommende, nämlich weitere Performances über die Performance von Performances eröffnet: mono subject ist wahrscheinlich die erste Uraufführung, die mit dem Verlesen ihrer Kritik endet." "Der Mann redet viel. Er steht auf der Bühne und sagt, was er tut. Ganz unverblümt und gerade heraus. Vielleicht durchleuchtet er noch die eine oder andere Stimmungslage, die ihn da vorne Auge in Auge mit den Zuschauern befällt. Er teilt sich mit. Er spricht über das, was ihn bewegt. Schließlich ist der Mann Tänzer. Ein Tänzer, der denkt, der, wie er es selbst ausdrückt, "hinter die Bewegung zu blicken versucht" und dabei seinem Publikum sagen will": Das ist es, was ihr seht, nichts weiter." "Lehmen verfolgt in seiner Arbeit ganz existenzielle Ziele. Letztlich geht es ihm um das Sein des Performers, der einzig sich selbst ausstellt, befreit von rollen und Stildiktionen. Was ist wahr, was inszeniert, was real im theatralen Kontext? Bestechend einfach geht der Wahlberliner in seinen Choreographien die Frage an, um sie in einem komplexen Gefüge um Identität, Original und Fälschung intelligent zu verdichten. "Solche Skepsis gegenüber dem Tanz als Unmittelbarkeitsbehauptung hegt auch der Berliner Performenskünstler Thomas Lahmen. Seit Anfang dieses Jahres "artist in residence" im Podewil, wo sein Stück " mono subject" fertiggestellt wurde, wählt Lehmen indessen einen anderen Weg der Selbstbefragung. " Artig stellt Lehmen zu Beginn seine Mitspieler inklusive des Lichttechnikers vor und beschreibt den Raum mitsamt seinem Inhalt. Jeder ist was er ist. Der Raum ist der Raum und sonst nichts. Keine verklärenden Illusionen soll hier aufkommen. Überraschungen ausgeschlossen. Deshalb zeigt uns Maria Clara Villa - Lobos in einem Prolog gleich alle Bewegungen im Schnelldurchlauf, die im Stück vorkommen werden. Am Ende wiederholt sie sie noch einmal. Doch da haben sich schon längst Zweifel eingeschlichen. Hat man wirklich alle Bewegungen, die Villa - Lobos hier isoliert, um sie flink wieder in Fluß zu bringen, auch vorher gesehen? Weitere Links zu "mono subjects": -> Repertoire-> Fotos
|
||||||||||||||||||